Coronavirus – Beschluss Bundesrat 16.04.2020

Mittwoch, 22. April 2020, 10:55 Uhr

Aktuelle Information für Patienten und Zuweiser

Am 16.04.2020 hat der Bundesrat erste Lockerungen bekannt gegeben. Dabei wurden ab dem 27.04.2020 die Einschränkungen für die nicht dringlichen Behandlungen aufgehoben. Das bedeutet, dass wir unsere Kapazitäten vorbehaltlich der aktuellen weiteren Entwicklung wieder weitgehend für die Behandlung chronischer Schmerzpatienten einsetzten können.  
Die allgemein geltenden Regeln zum Schutz der Bevölkerung und insbesondere die Vorsichtsmass-
nahmen für gefährdete Personen müssen weiter aufrechterhalten werden. 

Wir orientieren uns dabei auch an den internationalen Richtlinien zu Behandlung von chronischen Schmerzen während der COVID-Pandemie https://www.asra.com/page/2903/recommendations-on-chronic-pain-practice-during-the-covid-19-pandemic.

Schmerzmedizinische Notfälle werden demnach unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen weiterhin zeitnah aufgeboten. Zugewiesene Patienten bitten wir auch weiterhin, der Einladung zu unserem Schmerzfragebogen zeitnah zu folgen, um den Gesamtablauf zu beschleunigen.

Zur Abschätzung von Risiken und Dringlichkeit der Behandlung wird dann ein Schmerztherapeut ein ausführliches Telefoninterview führen. Auf der Grundlage der uns vorliegenden Unterlagen, des Schmerzfragebogens und des Telefoninterviews werden wir dann gemeinsam den möglichen Behandlungspfad bei uns festlegen.

Die aktuellen Voraussetzungen für einen Termin in der Schmerzambulanz vor Ort sind:

- Fehlende Zeichen einer COVID-19-Erkrankung
- Niedriges Risikoprofil für eine schwere COVID-19-Erkrankung
- Anreise möglichst mit Verzicht auf den ÖV

Wenn eine der Vorrausetzungen nicht erfüllt ist, werden wir im Rahmen des Telefoninterviews eine individualisierte Entscheidung im Sinne der Patienten treffen, wann und mit welchen Vorsichtsmassnahmen eine Konsultation/Intervention bei uns erfolgen kann. 
Wir bitten die Patienten deshalb, möglichst vollständige Unterlagen mit Hilfe ihres Hausarztes zusammenzustellen und über ihn uns zukommen zu lassen. Nur so können wir uns auf das Telefoninterview gut vorbereiten, in dem wir erfahrungsgemäss bereits wesentliche Probleme und Therapiemöglichkeiten erarbeiten können.

Die Unterlagen erreichen uns idealerweise via Email: schmerz@insel.ch oder auch über den Postweg:

- Kurzbericht vom Hausarzt
- aktuelle Diagnoseliste / Medikamentenliste / Labor und EKG (falls vorliegend)
- Berichte / Befunde von vorbehandelnden externen Spezialisten
- Digitale Bilder (Röntgen, CT, MRI oder Ultraschall)

Alle Befunde und Berichte aus dem Inselspital liegen uns dabei schon in digitaler Form vor.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen alles Gute für die weiterhin schwierige Zeit.

PD Dr. med. Konrad Streitberger
Leitender Arzt Schmerzzentrum

Dr. med. Florian Reisig
Spitalfacharzt Schmerzambulatorium