Coronavirus – Aktuelle Information für Patienten und Zuweiser

Donnerstag, 19. März 2020, 11:47 Uhr

Aufgrund der Handlungsanweisungen im Gesundheitssystem, die der erfolgreichen Bekämpfung der Sars-CoV-2-Ausbreitung («Coronavirus») in der Schweiz dienen, gibt es auf nicht absehbare Zeit massive Einschränkungen für den ambulanten Bereich der Abklärung und Therapie chronischer Schmerzen. Zudem werden Ressourcen und Personal am Inselspital zunehmend für die Versorgung von schweren COVID- Krankheitsfällen benötigt.  

Für Patienten mit mehrmonatigen oder langjährigen Schmerzbildern, und insbesondere diejenigen mit gemäss BAG erhöhtem Risikoprofil an COVID-19 schwer zu erkranken (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/besonders-gefaehrdete-menschen.html), werden wir keine Konsultations-Termine an der Schmerzambulanz vergeben können. Solange es uns von der Personalbesetzung möglich ist, werden wir die Konsultationen durch Telefoninterviews ersetzen. 
Patienten mit  Zuweisung an uns möchten wir deshalb bitten, die Einladung zu unserem Schmerzfragebogen wahrzunehmen, und uns mit Hilfe Ihres Hausarztes schon vorab möglichst vollständig folgende Unterlagen über schmerz@insel.ch oder den Postweg (insbesondere für CDs) zukommen zu lassen:

- Kurzbericht vom Hausarzt

- Diagnoseliste, Medikamentenliste, Letztes Labor und EKG (falls vorliegend)

- Bericht / Befunde von vorbehandelnden Spezialisten

- Digitale Bilder (Röntgen, CT, MRI oder Ultraschall

Nur so können wir optimal planen und uns auf eine Telefonkonsultation vorbereiten, in der wir bereits die wesentlichen Probleme und Therapiemöglichkeiten erarbeiten können. Wir können dann auch besser abschätzen, ob doch eine Konsultation mit körperlicher Untersuchung oder Intervention dringlich notwendig ist. In der Regel wird diese aber auf die Zeit nach der Krise verschoben.

Bitte informieren Sie uns auch, ob Sie das Angebot der Telefon-Konsultation wahrnehmen möchten oder sich lieber wieder nach überstandener Krise für einen regulären Erstkonsultationstermin melden möchten.

Da die Entwicklung momentan nicht absehbar ist, bitten wir um Verständnis, wenn es zu längeren Wartezeiten kommt bis wir Sie kontaktieren. Schmerzmedizinische Notfälle mit starken nicht beherrschbaren Schmerzen (wie z.B. bei Tumorschmerzen, persistierenden Schmerzen nach Operationen oder Verletzungen, akuten Nervenschmerzen) werden wir weiterhin zeitnah bevorzugt behandeln.


PD Dr. med. Konrad Streitberger
Leitender Arzt Schmerzzentrum

Dr. med. Florian Reisig
Spitalfacharzt Schmerzambulatorium